eine runde sache


"Mei, liab" hören die Innviertler oft, wenn sie Gästen von jenseits des Hausrucks ihre Knödel kredenzen. "Liab" meint klein, und das stimmt ja auch: Selten sind die Innviertler Knödel größer als ein Tischtennisball, oft sogar noch ein klein wenig kleiner.

Doch so harmlos, wie sie tun, sind sie nicht: Gefüllt mit einer deftigen Fülle aus Brät, Selchspeck, Surspeck oder Grammeln ist der Innviertler Knödel alles andere als ein Leichtgewicht. Aber wer ein Bier stemmen kann, für den ist das alles kein Problem. Im Gegenteil: Ein gutes Glas Gerstensaft und ein Teller voller Knödel bieten einen recht passablen Vorgeschmack aufs Paradies.

Wenn Sie nicht gleich als IKA (= Innviertler Knödelanfänger) enttarnt werden wollen, ein paar Tipps:
- Innviertler Knödel sind immer von einem Nudel- oder Mehlteig umhüllt; Erdäpfelteig wird ausnahmslos nicht akzeptiert.
- Zum Innviertler Knödel gehört Sauerkraut. Und sonst nix.
- Ein Innviertler Knödel ist nie „liab“. Er ist genau recht.

Innviertler Knödel