Da braut sich was zusammen


Hopfen, Malz, Wasser und Hefe = Bier. Das hört sich simpel an, wirft aber gleich mehrere Fragen auf. Nämlich: Wie kann man mit so wenigen Zutaten so viele gute Sorten brauen? Wieso schmeckt das Bier im Innviertel – und ein bisserl parteiisch darf man da wohl sein – besser als anderswo? Ganz einfach: Weil die Innviertler Brauer ihr Handwerk verstehen.

Und das geht so: Das Getreide (Gerste, beim Weißbier Weizen) wird zu Malz verarbeitet. Dazu wird es zunächst eingeweicht, dann getrocknet („gedarrt“) und anschließend geschrotet. Erst dann geht es ans eigentliche Brauen: Der Malzschrot wird mit Wasser vermischt und erwärmt („eingemaischt“). Dabei verwandeln die beim Mälzen gelösten Enzyme die Stärke, die im Korn enthalten ist, in Zucker. Beim nächsten Schritt – dem Läutern – werden die festen Bestandteile des Korns („Treber“) von der Flüssigkeit („Würze“) getrennt. Die Würze wird gekocht, der Hopfen in mehreren Gaben zugesetzt und geronnenes Eiweiß herausgefiltert. Dann wird das Gebräu heruntergekühlt (je nach verwendeter Hefe auf circa 5 bis 20 Grad Celsius) und die Hefe zugesetzt. Ihre Aufgabe: den Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure umzuwandeln. Dazu braucht sie ungefähr eine Woche.

Und dann ist es an sich fertig, das Bier. Wie alles Gute muss es aber noch ein wenig reifen. Das passiert in geschlossenen Tanks und dauert in der Regel einige Wochen, aber auch bis zu mehrere Monate (z. B. bei Bockbier). Zu guter Letzt wird das fertige Bier gefiltert (mit Ausnahme von Zwickelbier) und in Flaschen, Fässer und Dosen abgefüllt.

Und zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis:
Sollte trotz all dieser Bemühungen Innviertler Bier nicht Ihr Bier sein, suchen Sie die Ursache zunächst bei sich selbst, und erst dann beim Bierbrauer.

Weitere Ansprechpartner: Hopfen (gibt dem Bier Geschmack, macht es bekömmlicher und haltbarer), Malz (bestimmt den „Körper“ des Biers), Wasser (je weicher, je besser) und Hefe (untergärig oder obergärig – untergärige Hefen sinken nach getaner Arbeit ab, obergärige steigen an die Oberfläche der Flüssigkeit auf).


 

Hopfen sorgt für das Aroma
und die Bitterkeit.
 

Gerste (beim Weißbier Weizen)
wird zu Malz.